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Frühstück bei Ingrid und Gernot mit Sarah, Melli und Marina

Ein Tässchen Tee in Ehren kann niemand verwehren...

~G'schichtn, Bilder und was es sonst noch zu erzählen gibt~

Infos zur Folge 500

8. Juli 2010

Große Freude in der „Sachsenklinik“ :
Die 500. Folge der erfolgreichen Arztserie „In aller Freundschaft“ wird im Juli in Leipzig gedreht. Was in der Jubiläumsfolge geschehen wird, das verrät Redakteur Rainer Männel vorab: „Professor Simoni“ feiert sein vierzigstes Dienstjubiläum, doch bevor das Fest steigt, muss er eine schwierige Operation durchführen.
1998 startete „In aller Freundschaft“ im Ersten; seither verfolgen regelmäßig über sechs Millionen Zuschauer die bewegenden Geschichten um Ärzte und Patienten in der „Sachsenklinik“. Ausgestrahlt wird die Jubiläumssendung am 7. Dezember.

Die Information stammen aus der aktuellen „Mittendrin“ Ausgabe vom Juli 2010.

Da freuen wir uns doch das es in der Jubiläumsfolge auch um Ingrid & Gernot gehen wird :0)

Marina

IG- Fanfictionwettbewerb – Hier sind die Geschichten!

3. Juli 2010

Ab heute bekommt ihr die beiden Geschichten zur Abstimmung – Viel Spaß damit!

Geschichte 1 – „Ingrid wird entführt“

Es war Morgens.
Gernot wachte verschlafen auf, die Sonne kitzelte ihn an der Nase.
Müde drehte er sich um. Doch die Betthälfte neben ihm war leer.
„Wo war Ingrid nur.“ Er blickte auf die Uhr. Es war gerade kurz nach sechs, sie konnten also noch über eine Stunde schlafen, ehe sie in die Klinik mussten.
Doch Ingrid war bereits aufgestanden. In ihren Bademantel gehüllt, stand sie auf der Terrasse des Bauernhauses und sah in die Ferne.
Sie war so vertieft, dass sie nicht mitbekam, wie Gernot plötzlich hinter ihr stand und sie von hinten sanft umarmte.
Gernot musst du mich so erschrecken?
Tut mir leid mein Schatz, ich wollte dich nicht erschrecken. Was machst du denn hier draußen? Es ist doch noch früh.
Gernot sah Ingrid an und drehte sie zu sich um. Dann sah er, dass sie geweint hatte.
Ingrid was ist denn los mit dir, was ist denn passiert?
Nichts Gernot ist schon gut. Ingrid sah ihn an und drehte sich weg.
Gernot sah sie ratlos an. Was war nur passiert. Er kam überhaupt nicht mehr an Ingrid ran.
Das ging schon ein paar Tage so. Ingrid sah Gernot an. Dann strich sie ihm über die Wange und ging nach oben ins Bad.
Soll ich dich mit nehmen?
Nein Gernot ich fahre mit dem Bus rief Ingrid und machte sich weiter fertig.
Aber es ist für mich kein Problem dich mit zu nehmen.
„Gernot bitte.“ Ich fahre mit dem Bus und jetzt Ende der Diskussion. Ingrid wurde langsam sauer.
Na gut wie du willst. Gernot war schwer getroffen von Ingrids Entscheidung.
Ingrid stellte den Wasserhahn aus und lehnte den Kopf gegen den Schrank.
„Sie konnte Gernot doch nicht sagen was los war.“ Das würde alles nur noch schlimmer machen.
Sollte sie sich krankschreiben lassen? „Ingrid überlegte.“ Dann brauchte Sie wenigstens nicht raus zu gehen.
Doch sie entschied sich dagegen.
Nein was für ein Blödsinn. Sie sah nach draußen. Nur wegen einem kleinen Anruf.
Das konnte doch nur ein dummer Jungenstreich sein, dachte sie und zog sich weiter an. Dann ging sie zum Fenster und blickte hinaus.
Die Sonne schien und der Himmel war strahlend blau.
Ingrid beschloss so schnell wie möglich in die Klinik zu fahren. Sie musste mit Gernot reden und ihm ihr Verhalten erklären.
Doch da klingelte erneut das Telefon.
„ Bei Simoni „ meldete Ingrid sich.
“ Hallo ist da jemand? „ Sagen sie doch was. Ingrid wurde langsam nervös.
Hallo Ingrid . Ich hoffe du hast mich vermisst. „Arno.? „
Was willst du? Lass mich in Ruhe. Ich bin endlich wieder glücklich und das lass ich mir von dir nicht zerstören.
Ingrid war sauer. Doch zugleich stieg Angst in ihr hoch. „ Du wirst mich nie los werden mein Schatz. „
Ich werde für immer in deiner Nähe sein. Und bald sehen wir uns wieder. Ganz bald mein Schatz.
Arno legte auf. Wie gelähmt stand Ingrid den Hörer in der Hand da und starrte vor sich hin.
Was war das eben? War das wirklich real? Hatte Arno ihr gerade gedroht? Ingrid war völlig verängstigt. Was sollte sie bloß tun.
Auf keinen Fall durfte sie Gernot etwas sagen. Das stand für sie fest. Sie wollte ihn nicht beunruhigen. Außerdem würde sie mit Ihrem Ex Mann schon ganz gut alleine fertig werden.
Ingrid nahm ihre Sachen und fuhr in die Klinik. Vor Schreck vergaß sie den Hörer wieder aufzulegen. Den ganzen Weg über drehte sie sich öfter um als sonst. Sie hatte das Gefühl als wenn ihr jemand folgen würde. In der Klinik angekommen zog sie sich um und ging Ihrer Arbeit nach. Doch ihre Gedanken waren nicht bei den Patienten. Mal brachte sie einem Patienten statt Kaffee einen Tee. Dann wieder einem Patienten der für eine Untersuchung nüchtern bleiben musste etwas zu essen. Sie hoffte inständig, dass sich bald die Gelegenheit ergeben würde mit Gernot zu reden. Und sie sollte Glück haben.
Nachdem Yvonne bemerkt hatte, dass Ingrid ein Fehler nach dem anderen unterlief, schickte sie sie in die Cafeteria. Ingrid nahm Yvonnes Anweisung dankend an und machte sich auf den Weg zu Charlotte. Sie bestellte sich ein Stück Kuchen und einen Tee und setzte sich an einen Tisch am Fenster.
Doch statt zu essen, starrte sie nach draußen.“ Darf ich mich zu dir setzten?“ Ingrid schrak zusammen. Gernot natürlich darfst du. Das weißt Du doch. Ingrid sah ihn an. Das weiß ich nach heut Morgen eben nicht mehr. Gernot blickte sie traurig an.
„Gernot es tut mir leid.“ Ingrid plagte das schlechte Gewissen. Ich weiß auch nicht, was mit mir los war.
Du bist seit Tagen so komisch. Gernot sah sie an. Hab ich irgendwas falsch gemacht?
Nein Gernot, es hat nichts mit dir zu tun. Ingrid sah Ihn an und nahm seine Hand.
Ich bin einfach im Moment ein bisschen angespannt.
Gernot sah sie an und lächelte. Das liegt bestimmt an der anstehenden Untersuchung. Ja das wird der Grund sein. Ingrid sah ihn an. Verzeihst du mir noch mal? Natürlich verzeih ich dir. Gernot sah sie an und gab ihr einen Kuss. Ingrid war froh, dass sie Gernot nicht die Wahrheit sagen musste. Sag mal kannst du mich heute Abend mit nach Hause nehmen? Natürlich wenn du willst. Gernot sah sie an. „Danke.“ Ingrid lächelte. Ich muss wieder. Ingrid gab Gernot einen Kuss und ging dann wieder an ihre Arbeit. Am Abend hatte sie Gernot immer noch nicht gesagt was los war. Sie wusste einfach nicht wie sie es sagen sollte. Müde kuschelte sie sich in dieser Nacht an ihn und schlief zufrieden ein. Sie ahnte ja nicht dass der morgige Tag alles verändern sollte.
Ingrid erwachte am nächsten Morgen. Sie hatte noch Zeit, musste Sie doch erst heute Mittag in die Klinik um Yvonne abzulösen.
Gernot war schon längst in der Klinik. Also ging Ingrid nach unten ins Wohnzimmer. Der Frühstückstisch war gedeckt und ein Zettel von Gernot lag auf ihrem Teller. „ Guten Morgen mein Schatz. Ich hoffe du hast gut geschlafen. Ich mache heute rechtzeitig Schluss. Freu mich auf heute Abend. Alles liebe Gernot. „ Ingrid lächelte. Dann setzte sie sich und frühstückte zufrieden. Als sie zum Dienst musste zog sich der Himmel zu. Es wurde dunkel und Ingrid zog sich lieber eine Jacke an bevor sie aus dem Haus trat. Sie schloss alles ab und zog den Kragen nach oben. Es war merklich kühl geworden. Irgendwie komische Luft dachte Ingrid. Plötzlich ein Schlag. Sie versuchte sich noch umzudrehen doch ihr wurde schwarz vor Augen. Gernot der in der Klinik war bekam von allem nichts mit. Zwei Stunden später wurde Yvonne nervös. „Arzu hast du die Oberschwester irgendwo gesehen?“ Yvonne sah sie an. „Nein hab ich nicht keine Ahnung wieso? Komisch sie wollte mich vor zwei Stunden ablösen und das ist so überhaupt nicht ihre Art. Sonst ruft sie doch schon an wenn sie sich nur 10 Minuten verspätet. Da stimmt irgendwas nicht. Da muss was passiert sein. Ich geh mal den Professor fragen. Vielleicht ist sie ja krank und er hat vergessen mir Bescheid zu sagen.“ Yvonne sah Arzu an und machte sich auf den Weg zu Gernots Büro. Hallo Frau Grigoleit. Ist der Professor da? Yvonne sah Barbara an. Ja der Chef ist da. Wollen Sie zu ihm? Ja ich muss mit ihm sprechen. Die Oberschwester sollte mich vor zwei Stunden ablösen und ist noch nicht da. Da muss was passiert sein.
Barbara sah Yvonne an. Nun malen Sie den Teufel nicht an die Wand. Vielleicht ist sie auch einfach nur krank. Ja vielleicht. Yvonne sah Barbara an und klopfte an die Tür. Ja bitte? Gernot sah zur Tür. Yvonne was machen sie denn noch hier? Gernot sah sie überrascht an. Die Oberschwester ist nicht gekommen. Ist sie krank? Yvonne sah ihn an. Das verstehe ich nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Gernot sah Yvonne an. Ich werd gleich mal bei ihr anrufen. Gernot wählte die Nummer vom Bauernhaus. Doch niemand ging ran. Jetzt machte auch er sich Sorgen. Er kannte Ingrid nur zu gut und wusste das sie immer sehr zuverlässig war.
Ich fahr da hin Yvonne und seh mal nach Ingrid. Gernot sah sie an und nahm die Autoschlüssel. Gut Chef und dann rufen sie mich an. Mach ich Yvonne. Machen sie sich keine Sorgen, das klärt sich alles auf. Gernot sah sie an und machte sich auf den Weg. Ach Barbara ich bin mal für eine Stunde außer Haus. Ist gut Chef. Barbara sah Ihm nach. Gernot fuhr wie ein verrückter die Landstraße entlang. Je näher er dem Bauernhaus kam, desto komischer wurde sein Gefühl. Dort angekommen sprang er aus dem Wagen und ging zum Haus. Ingrids Schal. Was hatte das zu bedeuten. Und da am Boden. War das Blut? Gernot ging in die Knie und schluckte. Also war Ingrid doch etwas passiert. Er sah sich um. Ingrid? Ingrid . Vielleicht war sie ja gestürzt und hatte sich verletzt ins Haus geschleppt. In Windeseile schloss er die Tür auf und rannte ins Haus. Ingrid bist du da? Gernot lauschte. Doch von Ingrid keine Spur. Er setzte sich auf die Couch und dachte nach. Angst stieg in ihm hoch, alsplötzlich das Telefon klingelte. Simoni. Gernot lauschte. Hallo Herr Professor Simoni. Sie vermissen Frau Rischke stimmt’s? Die ist hier bei mir. Wer sind sie und was wollen Sie von Ingrid. Gernot war außer sich. Sie gehört zu mir. Sie ist meine Frau. Arno lachte. Sind Sie ihr Mann? Gernot war verwirrt. Was wollen Sie von ihr. Ganz richtig ich bin ihr Mann. Und ich hab mir einfach nur meine Frau zurück geholt. Wo ist sie? Gernot war verzweifelt. Er kannte Ingrids Ex Mann und wusste was er ihr alles angetan hatte. Da müssen sie schon selber drauf kommen. Ich jedenfalls kann Ihr Gesicht sehen. Arno lachte fies und legte auf. Gernot legte auf und rief sofort Barbara und Yvonne an. Dann machte er sich auf den Weg. Er musste also in der Nähe sein. Nur wo. Gernot suchte das gesamte Haus ab doch er fand nichts. Rein gar nichts. Enttäuscht ging er wieder ins Wohnzimmer und setzte sich wieder auf die Couch. Sein Blick fiel nach draußen auf das Gartenhaus. Verdammt das war es. Erhatte ihn von dort aus beobachten können. Gernot rannte nach draußen in Richtung Gartenhaus. Sein Herz raste und er konnte kaum noch klar denken. Bewaffnet mit einem Spaten riss er die Tür auf und sah sich um. Ingrid Gott sei Dank. Geht’s dir gut? Gernot sah sie an und löste Ihre Fesseln. Bist du verletzt? Es geht schon wieder. Ingrid sah ihn an und fing hemmungslos an zu weinen. Gernot ich bin so froh, dass du da bist. Es wird alles gut. Gernot nahm sie in den Arm. Und jetzt fahren wir in die Klinik. Du hast eine Platzwunde das muss genäht werden. Ingrid sah ihn an und nickte. Barbara hat schon die Polizei informiert. Die suchen schon nach ihm. Gernot sah sie an trug sie ins Auto und fuhr mit ihr in die Klinik. Heilmann sie kümmern sich bitte um Frau Rischke. Gernot warf Roland einen Blick zu und ging dann in sein Büro. Und wie geht’s ihr Chef? Barbara sah ihn an. Sie hat Glück gehabt. Sie hat nur eine Platzwunde und steht unter Schock. Aber sonst ist sie unverletzt.
Gibt’s schon was von der Polizei? Gernot sah Barbara an. Nein noch nichts sie melden sich sobald sie Ihn haben. Gernot nickte. Danke Barbara. Ach Barbara ich nehme mir für den Rest des Tages frei. Ich möchte mich um Frau Rischke kümmern. Barbara lächelte. Ist gut Chef und richten Sie ihr bitte gute Besserung aus. Mach ich Barbara. Gernot sah sie an und ging in die Notaufnahme. Und wie sieht’s aus Heilmann? Sie hat Glück gehabt aber sie sollte sich noch ein paar Tage schonen. Das wird sie dafür werde ich sorgen. Das dachte ich mir. Ingrid lächelte. Bist du fertig? Dann bringe ich dich jetzt nach Hause. Gernot sah sie an und nahm sie in den Arm. Ja wir können. Ingrid sah ihn an und folgte ihm. Ingrids Ex Mann wurde bis heute nicht gefunden

Hier gehts zu Geschichte 2

IG-Fanfictionwettbewerb – Hier sind die Geschichten Teil 2

3. Juli 2010
by

Hier ist

Geschichte 2 – „Hoffen und Bangen“

“You’ll be in my heart… Always” – “Du wirst immer in meinem Herzen sein“

Es war mitten im Winter und im Bauernhaus lief leise das Radio. „ You’ll be in my heart“ von Phil Collins während Gernot sich die ‚alten’ Fotoalben anschaute. Teilweise übersetzte er den Text ins Deutsche, doch vor allem diese eine Stelle berührte ihn immer wieder. Sie passte irgendwie zu ihm und Ingrid, denn Ingrid würde immer einen Platz in seinem Herzen haben, egal was passieren würde.
Vor einiger Zeit hatte Ingrid die meisten Fotoalben beschriftet und auf einmal fiel ein Brief aus einem Album heraus. „Gernot“ stand darauf und sofort erkannte er Ingrids Handschrift. Warum hatte sie ihm einen Brief geschrieben? Was hatte sie ihm sagen wollen, was sie ihm nicht persönlich sagen konnte? Sollte er den Brief öffnen… Oder besser nicht? Vielleicht hatte Ingrid auch einen Grund gehabt, dass sie ihm diesen Brief nie gegeben hat. Er zögerte noch einen Moment, dann entschloss er sich, ihn zu öffnen.

„Lieber Gernot, nun ist es wohl soweit und du musstest Abschied von mir nehmen. Ich hatte noch so viele Pläne, mit dir. Die letzten Jahre, die wir gemeinsam hatten, waren wunderschön. Ich hätte nicht geglaubt, dass ich tatsächlich den Rest meines Lebens mit dir verbringen würde. Ich werde dich immer lieben, das darfst du nicht vergessen.
Als ich deinen Heiratsantrag abgelehnt habe, hielt ich es für richtig, wenn wir nicht heiraten würden. Während unserer ersten Beziehung wolltest du nicht heiraten und ich war mir sicher, dass sich das in den Jahren dazwischen nicht geändert hat. Heute weiß ich, dass es ein Fehler war, damals „Nein“ zu sagen und es tut mir Leid, dass ich dir so wehgetan habe. Aber auch ohne Trauschein hatten wir ein schönes Leben miteinander. In der Villa, aber auch in unserem Bauernhaus. Ich wäre gerne noch weiterhin an deiner Seite geblieben, aber der Krebs war stärker.
Wenn du mich später noch einmal gefragt hättest, ob ich deine Frau werden möchte, hätte ich kein weiteres mal „Nein“ gesagt. Für mich hätte es nichts Schöneres gegeben, „Frau Ingrid Simoni“ zu werden. Auch wenn wir keinen offiziellen Stempel haben, wie ich ja damals mal gesagt habe, sehe ich dich als meinen Mann und mit diesem Brief möchte ich mich bei dir bedanken, dass du auch ohne ein offizielles Versprechen mit mir „in guten wie in schlechten Zeiten“ zusammen geblieben bist. Der Tod war das einzige, dass uns von einander hat trennen können.
Gernot, ich bitte dich, nur weil ich nicht mehr da bin, dich nicht aufzugeben. Das Leben wird für dich weitergehen, so schwer es dir auch fallen mag. Ich weiß, dass du mir lieber folgen wollen würdest, als ohne mich zu leben. Aber bitte lebe weiter. Auch ohne mich wirst du eines Tages wieder glücklich sein.
In ewiger Liebe… Deine Ingrid“

Fassungslos ließ Gernot den Brief nach unten sinken und er merkte, wie ihm Tränen über die Wangen liefen. Wann hatte Ingrid diesen Brief geschrieben? Ahnte sie, dass etwas passieren würde? Nein, das konnte sie ja nicht. Sie hatte, wie es schien, damit gerechnet, dass sie den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen würde.
Und doch kam alles anders, als er gedacht hätte. Wie würde es nun weiter gehen? War es wirklich so, dass am Ende nicht der Krebs ihm Ingrid genommen hatte, sondern zwei solcher Idioten?
Noch immer konnte er kaum glauben, was passiert ist. War es wirklich passiert oder wachte er gleich auf und merkte, dass die letzten Tage, Wochen nur ein Traum waren? Würde Ingrid neben ihm liegen und darüber lachen, was er geträumt hat? Warum? Warum musste alles so kommen? Warum war er jetzt alleine… Ohne Ingrid? Warum war sie nicht bei ihm? Und wann würde sie, wenn überhaupt wieder zu ihm zurück kommen? Er musste um sie kämpfen, denn wie sollte sein Leben ohne Ingrid weiter gehen?
Plötzlich klingelte das Telefon. Er wollte nicht dran gehen und der Anrufbeantworter ging dran. Es war sein Chefarzt. Er bat ihn dringend in der Klinik anzurufen.
Gernot wusste nicht, was es bedeuten sollte. Irgendetwas war mit Ingrid, das war ihm klar und das, was passiert war, wolle er nicht am Telefon erfahren. So schnell es ging fuhr er zurück in die Klinik.
Aber was war eigentlich passiert…?

Drei Wochen zuvor…
Ingrid saß im Bus, auf dem Weg nach Hause. Sie hatte heute Spätdienst gehabt und war froh, endlich Feierabend zu haben. Wie so oft gingen ihre Gedanken zurück an den letzten Frühling. Als sie die Mitteilung erhalten hat, dass sie Krebs hat. Wie ein Schlag ins Gesicht war es gewesen, als Gernot gezwungen war, ihr diese Diagnose mitzuteilen. Doch sie wollte kämpfen und sich nicht davon unterkriegen lassen.
Noch immer war sie nicht wieder gesund. Zu jedem Tag konnte der Krebs zurückkehren und solange sie konnte, würde Ingrid gegen ihn kämpfen. Sie konnte doch noch nicht sterben… Gernot alleine lassen. Wenn sie nur daran dachte, wie es ihm gehen würde, wenn sie starb. Er hatte doch schon Laura, seine erste Frau verloren und Rebecca war noch Tokio gezogen und jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen seit sie sie das letzte Mal besucht hatte. Gernot wäre dann ganz alleine und der Gedanke daran war für sie schwerer, als der Gedanke an den Krebs. Endlich hielt der Bus an ihrer Haltestelle und sie stieg aus. Jetzt noch 5 Minuten Fußweg, dann war sie zu Hause. Zum Glück. Sie war noch keine Minute aus dem Bus, da fror sie schon.
Auf einmal hörte die Oberschwester Schritte hinter sich und bekam ein komisches Gefühl. Was war nur auf einmal los mit ihr? Die Schritte wurden schneller und kamen ihr immer näher. Sie war schon fast am Bauernhaus, als plötzlich jemand von hinten ihren Mund zuhielt. Starr vor Schreck blieb sie stehen und keine 2 Sekunden nachdem ihr Mund zugehalten wurde, spürte sie eine Pistole in ihrem Rücken…
„Ganz ruhig, Schätzchen, dann passiert dir auch nichts.“ Es war eine fremde Stimme, die Ingrid hörte. Was wollte der Kerl bloß von ihr. Jemand riss ihr die Handtasche vom Arm und durchwühlte sie. Außer ihrem Portemonnaie und ihrem Hausschlüssel hatte sie jedoch nichts dabei. „Ist das alles?“ Ingrid nickte, sagen konnte sie nichts, da noch immer ihr Mund zugehalten wurde. „Schade, schade, schade…“ Ingrid sah ein Auto entgegen kommen. Hoffentlich würde der Fahrer sie sehen und anhalten, dachte sie noch. Da bekam sie einen Schubs von dem Kerl, der sie festhielt und hörte quietschende Reifen… Licht, dass sie blendete, dann drehte sich alles und sie war weg…

Vom Wohnzimmer aus hörte Gernot ein Auto eine Vollbremsung machen und etwas scheppern. So schnell er konnte, eilte er nach draußen, um zu schauen, was passiert war. Das Herz sackte ihm in die Hose, als er Ingrid am Boden liegen sah. Der Fahrer des Wagens stieg aus seinem Wagen. Er war völlig geschockt, Ingrid hatte so plötzlich auf der Straße gestanden… Er versuchte Gernot zu erklären, was passiert war, doch Gernot hörte ihm nicht zu. „Rufen Sie einen Krankenwagen! Schnell…“ „Aber…“ „Machen Sie schon!“ Gernot konnte Ingrid nicht untersuchen. Zu groß war seine Angst, dass er etwas falsch machen würde, trotz seiner jahrelangen Berufserfahrung. Bei Ingrid war es etwas anderes.

Der Fahrer nahm sein Handy und rief Polizei und Notarzt an. Was hatte er getan? Wie hatte er nur diese Frau anfahren können???

„Ingrid… Ingrid hörst du mich?“ Immer wieder versuchte Gernot sie anzusprechen und hielt sie im Arm, aber die Oberschwester blieb bewusstlos. Wie hatte das nur passieren können? Warum war Ingrid vor dieses Auto gelaufen? Hatte sie es nicht gesehen? Was war passiert? Was wäre, wenn Ingrid sterben würde?

Endlich kam der Krankenwagen. Wie so oft, war Dr. Schäfer als Notarzt dabei. „Herr Professor… Frau Rischke… Was ist passiert?“ „Ich weiß es nicht…“ Der andere Fahrer meldete sich zu Wort. „Sie stand auf einmal auf der Straße… Es ging alles so schnell… Fast so, als wäre sie geschubst worden… Ich wollte sie nicht anfahren… Aber ich konnte nicht mehr bremsen…“
Dr. Schäfer nickte kurz. Dann untersuchte er Ingrid, doch genaueres würde man erst in der Klinik feststellen können. Sie luden Ingrid in den Krankenwagen und fuhren los. Natürlich wurde sie in die Sachsenklinik gebracht.
Bevor sie losfuhren war auch die Polizei eingetroffen und hatte die Aussage und Personalien des Autofahrers aufgenommen. Gernot würde auch noch eine Aussage machen müssen und natürlich Ingrid, sobald sie aufgewacht war. Da Herr Delmare, so hieß der andere Fahrer, gesagt hatte, dass es für ihn so ausgesehen hatte, als wäre Ingrid geschubst worden, untersuchten die Polizisten den Weg, wo Ingrid wohl gestanden hatten und fanden ihre Handtasche. Auf den ersten Blick konnten sie erkennen, dass diese einfach hingeschmissen wurde und somit erhärtete sich der Verdacht, dass Ingrid wirklich geschubst wurde. Sie hofften, dass Ingrid möglichst bald aufwachen würde, denn nur ihre Aussage würde Klarheit bringen können.

In der Sachsenklinik war die Stimmung merklich getrübt, als sie erfuhren, dass die Oberschwester eingeliefert wurde, weil sie angefahren worden war. Roland veranlasste die notwendigen Untersuchungen, danach hieß es erstmal abwarten.

Ingrid fiel ins Koma. Doch bereits am zweiten Tag konnte man den Tubus entfernen, da sie zumindest selbstständig atmen konnte und auch sonst stabilisierte sie sich recht schnell. Es sah eigentlich alles ganz gut aus und auch ihre Werte fielen wieder in den Norm-Bereich, aber sie wollte trotzdem nicht aufwachen und keiner wusste, wie lange ein Koma andauern würde. Manche wachten bereits nach wenigen Tagen aus, andere nach Wochen und es gab auch Patienten, die nach Jahren erst aus dem Koma erwachten. Hoffentlich, dachte Gernot, dauerte es bei Ingrid nicht so lange. Irgendwann würde er vor der Entscheidung stehen, wie es weiter gehen soll. Was soll er dann sagen? Die Geräte abschalten, weil Ingrid nicht für Jahre so da liegen wollen würde? Sie nicht abschalten und hoffen, dass sie aufwachen würde? Was würde Ingrid an seiner Stelle tun?

Heute war der Unfall schon drei Wochen her und Gernot konnte gar nicht schnell genug in die Klinik kommen, doch ausgerechnet jetzt war so viel los auf den Straßen und er kam kaum voran. Nervös tippelte er mit den Fingern immer wieder auf das Lenkrad. Warum dauerte es ausgerechnet heute, wo er keine Zeit zu verlieren hatte, so lange?
Nach einer, für ihn gefühlten Ewigkeit, kam er nun endlich an und machte sich auf dem schnellsten Weg zu seinem Chefarzt.
„Heilmann! Was ist passiert?“ „Herr Professor…? Sie hier?!?“ „Ich habe ihre Nachricht gehört und da bin so schnell ich konnte hergefahren. Was ist mit Ingrid?“
Roland sah in den Augen seines Chefs, was er vermutete. Dass Ingrid es doch nicht geschafft hatte. Natürlich hätte das sein können. Sie hätte sterben können, doch sie war aufgewacht!

2 Wochen war es nun her, dass Ingrid aus dem Koma erwacht war. Am nächsten Tag würde sie in die Rehaklinik entlassen werden, wo sie noch 4 Wochen verbringen würde, bevor sie wieder anfangen könnte zu arbeiten.
Wenige Tage, nachdem sie aus dem Koma erwacht war, war die Polizei bereits bei Ingrid gewesen. Sie konnte nicht viel sagen, aber da die Diebe keine Handschuhe getragen hatten und schon einmal bei der Polizei bereits geführt waren, hatte nur noch Ingrids Aussage gefehlt, um sie dem Haftrichter vorzuführen.
Gegen Abend kam Gernot an diesem Tag zum ersten Mal in die Klinik. In der Hand hatte er eine einzelne gelbe Rose. Fröhlich vor sich hin strahlend ging er durch die Klinik zu Ingrids Zimmer. Erstaunt schaute Yvonne ihm hinterher. ‚Warum er wohl so strahlt, wenn die Oberschwester ab morgen 4 Wochen weg ist?!?’ fragte sie sich.

„Hallo, mein Schatz.“ Genauso fröhlich wie er durch die Klinik gegangen war, betrat er nun auch Ingrids Zimmer. „Ich muss wohl erst wieder ins Koma fallen, bevor du den ganzen Tag in meinem Zimmer verbringst?“ Ingrid gab sich Mühe ihn erst anzuschauen, doch als sie Gernots Blick sah, musste sie schallend anfangen zu lachen. Gernot, der im ersten Moment geglaubt hatte, dass Ingrid ihre Worte ernst gemeint hatte und ihm das Lachen einen Moment verging, lächelte sie wieder an. „Nein, das wirst du nicht. Aber ich hatte noch etwas zu erledigen… Und das ging nicht schneller.“ „Besser spät als nie.“ Gernot beugte sich zu Ingrid hinunter und gab ihr einen Kuss. Die Rose hatte er hinter seinem Rücken versteckt und holte sie nun hervor. „Eine Rose für die Rose.“ „Na, da bin ich ja froh, dass du mir keine Schachtel Pralinen mitgebracht hast.“ Verdutzt schaute der Professor in das grinsende Gesicht der Oberschwester. „Warum?“ „Eine Rose für die Rose… Eine Schachtel für die Schachtel…“ Schallend mussten beide lachen. „Mh… Wo du Recht hast, hast du Recht. Aber genau deswegen bekommst du eine Rose. Sag mal… Hast du in deinem Bett noch Platz für mich?“ Keck grinste der Professor die Oberschwester an.

Etwas später lagen Gernot und Ingrid zusammen im Bett. Ingrid hatte ihren Kopf auf Gernots Brust gelegt und dieser hielt sie in seinem Arm.
„Ingrid?“ „Hm…?“ „Willst du mich heiraten?“
Ingrid merkte, wie ihr Herz schneller schlug. So lange hatte sie sich schon gewünscht, dass Gernot sie erneut fragen würde und jetzt hatte er es ‚endlich’ getan. Doch der Professor deutete Ingrids Zögern falsch.
„Bitte… Ingrid. In den letzten Wochen, ich hatte solche Angst…“
Ingrid unterbrach ihn indem sie ihren Finger auf seine Lippen legte und ihn anschaute.
„Ja, Gernot, ich will dich heiraten.“
Glücklich fanden sich ihre Lippen zu einem zärtlichen Kuss und sie beide wussten, dass jetzt alles gut werden würde. Und eines Tages würden sie auch Ingrids Krebs besiegen… Hoffentlich…

Und hier gehts zur Abstimmung:

Jutta Kammann in „Nur Aufregung für Rohn“

1. Juni 2010

Jutta Kammann hatte u. a. diverse Gastrollen in Krimiserien… Hier ein paar Bilder aus Derrick´s „Nur Aufregung für Rohn“ aus dem Jahre 1975.

Seit Jahr und Tag versieht der Geldbote Paul Seibach seinen Dienst für einen Supermarkt, ohne zu ahnen, dass der ehrgeizige Student Harald einen nahezu perfekten Plan ausgearbeitet hat, um den ehrwürdigen älteren Herrn zu berauben…

Jutta Kammann spielt in dieser Folge eine Verkäuferin, die später bei der Polizei als Zeugin aussagen muss, da sie einem Verbrecher eine Tasche verkauft hat. Nur leider kann sie sich nicht mehr an den Mann erinnern…

Übrigens wurden viele der damaligen Krimis in München gedreht. Wenn es mir die Zeit erlaubt, dann werde ich ein paar Drehorte besuchen und filmen.

I&G Fan Fiction Wettbewerb – Teilnahmeinfos

31. Mai 2010

Hier sind einige Infos für euch zum Procedere (Organisatorisches) zum I&G-Fan Fiction Wettbewerb.
Also, für die Teilnahme wichtig:

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2010!!


Teilnahmebedingungen:
– Länge: 2-4 A4 Seiten, Schriftart Times Roman New, Schriftgröße 12
– Die Geschichte ist noch nicht auf einer anderen Seite bzw. einem anderen Forum veröffentlicht(!)
– Die Geschichte dreht sich um Ingrid und Gernot
– Das Thema ist frei nach Wahl

Die Geschichten schickt ihr bitte per PN an mich (Jutta-Ingridfan).  Oder noch besser über das Kontaktformular hier! KLICK!!! – Namen nicht vergessen!!

Die Veröffentlichung und Abstimmung erfolgt auf unserem Blog:
igteatime.wordpress.com

Der Preis:

Eine Art Hörspiel aus der eigenen Geschichte mit Bilder, Musik und alles was dazugehört. Außerdem erhaltet ihr noch einen kleinen Award, den ihr in Signaturen oder sonst wohin posten könnt🙂

Viel Spaß beim Schreiben!

I&G Fan Fiction Wettbewerb – Teilnahmeinfos!

30. Mai 2010
by

Hier sind einige Infos für euch zum Procedere (Organisatorisches) zum I&G-Fan Fiction Wettbewerb.
Also, für die Teilnahme wichtig:

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2010!!


Teilnahmebedingungen:
– Länge: 2-4 A4 Seiten, Schriftart Times Roman New, Schriftgröße 12
– Die Geschichte ist noch nicht auf einer anderen Seite bzw. einem anderen Forum veröffentlicht(!)
– Die Geschichte dreht sich um Ingrid und Gernot
– Das Thema ist frei nach Wahl

Die Geschichten schickt ihr bitte per PN an mich (Jutta-Ingridfan).  Oder noch besser über das Kontaktformular hier! KLICK!!! – Namen nicht vergessen!!

Die Veröffentlichung und Abstimmung erfolgt auf unserem Blog:
igteatime.wordpress.com

Der Preis:

Eine Art Hörspiel aus der eigenen Geschichte mit Bilder, Musik und alles was dazugehört. Außerdem erhaltet ihr noch einen kleinen Award, den ihr in Signaturen oder sonst wohin posten könnt :)

Viel Spaß beim Schreiben!

Dieter Bellmann auf der Leipziger Buchmesse – Teil 2

28. Mai 2010
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